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SINGEN FÜR DIE LUNGE

                                                  
                               Ein Chorprojekt der COPD-Selbsthilfe Plettenberg

Foto von Publikum in Konzert

Die COPD-Selbsthilfegruppe Plettenberg trifft sich derzeit im Rahmen ihres Chorprojektes „Singen für die Lunge – COP(D)-ur macht´s möglich“ jeden Montag um 16:00 Uhr im Gemeindesaal der Christuskirche Plettenberg.
In der Chorleiterin Ursel Neumann hat die Gruppe eine kompetente und erfahrene Begleitung, die die Teilnehmenden bei Atemübungen und Gesang anleitet.
„Nach einer Stunde verlassen wir glücklich und entspannt, bei guter Luft, unseren Übungsraum“, so die Organisatorin Frau Heidemarie Brieger vom Vorstand der COPD-Gruppe.
Unterstützt wird das Projekt durch die Selbsthilfeförderung der Gesetzlichen Krankenkassen im Märkischen Kreis.
Durch das Singen im Chor wird die Lungenerkrankung zwar nicht geheilt, ist aber genau wie der regelmäßige Besuch einer Lungensportgruppe, ein nützliches Werkzeug um das Wohlbefinden zu steigern und den Alltag zu meistern.
Wie eine Langzeit-Untersuchung der Canterbury Christ Church University belegt, kann regelmäßiges Singen den Betroffenen eine deutliche Verbesserung ihrer Krankheitssymptome bringen.
Das gemeinsame Singen hat eine positive Auswirkung auf die Psyche der Teilnehmenden.
Das liegt daran, dass beim Singen Glückshormone wie Dopamin, Serotonin und das Oxytocin ausgeschüttet werden. Auch wurde ein deutlich erhöhter Wert von Immunglobulinen gemessen, die wichtig für die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern sind.
Schließlich beugt Singen in der Gruppe auch der sozialen Isolation vor.
Viele COPD-Betroffene haben Angst beim Einatmen nicht genug Luft zu bekommen.
Dies führt oft zu einer Art Schnappatmung. Ein Teufelskreis entsteht.
Die Lungenf
Durch das Singen üben die Chormitglieder wie nebenbei eine tiefe und kontrollierte Atemtechnik.
Die Muskulatur um die Lunge und den gesamten Brustkorb herum wird verbessert. Die Luft wird verstärkt ausgeatmet und nicht belüftete Lungenteile werden aktiviert. Man bekommt besser Luft.
Die meisten Teilnehmenden haben, außer im schulischen Musikunterricht (vor vielen, vielen Jahren) nie wieder gesungen und erleben nun, gerade mit ihrer Lungenerkrankung, neue Freude am gemeinsamen Musizieren.
Die COPD-Gruppe Plettenberg möchte weitere Menschen mit Lungenerkrankungen zum Mitmachen ermutigen:
„Uns ist jeder willkommen, egal ob er meint singen zu können oder nicht!“

 

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